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Heizkosten senken: 10 Maßnahmen, die wirklich wirken
🇺🇸 Read this article in EnglishSchon 1 °C weniger Raumtemperatur spart rund 6 % Heizenergie. Dazu kommen kostenlose Maßnahmen wie Stoßlüften statt Kipplüften, freie Heizkörper und geschlossene Rollläden in der Nacht. Mit Heizkörper-Entlüften, programmierbaren Thermostaten und einem hydraulischen Abgleich lassen sich die Heizkosten oft um 10–20 % senken.
Heizen ist in deutschen Haushalten der mit Abstand größte Energieposten. Gerade deshalb lohnt es sich, systematisch vorzugehen: Die ersten Maßnahmen kosten nichts, die späteren amortisieren sich meist innerhalb weniger Heizperioden.
Schritt für Schritt
- Raumtemperatur bewusst wählen
Etwa 20 °C im Wohnzimmer, 18 °C in der Küche und 17 °C im Schlafzimmer reichen den meisten Menschen. Jedes Grad weniger spart rund 6 % Heizenergie.
- Nachts und bei Abwesenheit absenken
Senken Sie die Temperatur nachts und tagsüber bei Abwesenheit um 3–4 °C ab. Programmierbare Thermostate erledigen das automatisch.
- Stoßlüften statt Kipplüften
Mehrmals täglich 5–10 Minuten alle Fenster weit öffnen und dabei die Heizung herunterdrehen. Gekippte Fenster kühlen die Wände aus und verschwenden viel Energie.
- Heizkörper frei halten
Möbel, lange Vorhänge und Verkleidungen vor dem Heizkörper stauen die Wärme. Halten Sie mindestens 30 cm Abstand.
- Heizkörper entlüften
Gluckert der Heizkörper oder wird er oben nicht warm, ist Luft im System. Entlüften dauert wenige Minuten und verbessert die Wärmeabgabe sofort.
- Rollläden und Vorhänge nachts schließen
Geschlossene Rollläden verringern den Wärmeverlust über die Fenster spürbar.
- Fenster und Türen abdichten
Zieht es an Fenstern oder der Haustür, helfen selbstklebende Dichtungsbänder für wenige Euro.
- Heizungsrohre im Keller dämmen
Ungedämmte Rohre in unbeheizten Räumen geben viel Wärme ab. Rohrisolierungen aus dem Baumarkt sind günstig und schnell montiert.
- Hydraulischen Abgleich machen lassen
Ein Heizungsfachbetrieb stellt sicher, dass jeder Heizkörper genau die passende Wassermenge bekommt. Danach kann oft auch die Vorlauftemperatur sinken.
- Heizung jährlich warten lassen
Eine regelmäßige Wartung hält den Brenner sauber und die Einstellungen optimal. Fragen Sie dabei nach der Heizkurve – sie ist ab Werk oft zu hoch eingestellt.
Wie viel lässt sich sparen?
| Maßnahme | Kosten | Ersparnis (ca.) |
|---|---|---|
| 1 °C niedrigere Raumtemperatur | kostenlos | 6 % der Heizenergie |
| Programmierbare Thermostate | 30–60 € pro Heizkörper | bis 10 % |
| Hydraulischer Abgleich | 500–1.000 € | 5–15 % |
| Dämmung der obersten Geschossdecke | ca. 20–50 € pro m² | 10–20 % |
Wie viel das in Euro bedeutet, hängt von Ihren aktuellen Kosten ab. Rechnen Sie es hier aus:
HeizkostenrechnerJährliche und monatliche Heizkosten schätzenZum Rechner →Ihre Rechte als Mieter
Mieter dürfen Heizkörper entlüften, Thermostate tauschen (den alten Kopf aufbewahren) und selbst entscheiden, wie warm sie heizen. Die Raumtemperatur darf aber nicht so weit sinken, dass Schimmel entsteht – als Faustregel sollten Wohnräume nicht dauerhaft unter 16 °C fallen.
Häufige Fragen
Ist es günstiger, die Heizung tagsüber ganz auszuschalten?
Nein. Ausgekühlte Räume brauchen viel Energie zum Wiederaufheizen und das Schimmelrisiko steigt. Besser ist eine moderate Absenkung um einige Grad.
Helfen Heizlüfter beim Sparen?
Nur in Ausnahmefällen. Elektrische Heizlüfter sind teuer im Betrieb und für ganze Wohnungen ungeeignet.