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Stromkosten senken: So finden Sie die Stromfresser im Haushalt

Aktualisiert am 27.10.2026 3 Min. Lesezeit Von der WieHow – Home, Energy & Money Guides-Redaktion
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Kurz erklärt

Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht im Schnitt etwa 2.500 kWh Strom pro Jahr. Die größten Hebel sind Standby-Verbrauch, alte Kühl- und Gefriergeräte, elektrische Warmwasserbereitung und ein zu teurer Tarif. Mit einem Strommessgerät, Steckdosenleisten und einem Tarifwechsel sparen viele Haushalte 100–300 € im Jahr.

Inhalt
  1. Wie viel Strom ist normal?
  2. Schritt für Schritt
  3. Was kostet ein Gerät im Jahr?
  4. Typische Stromfresser
  5. Tarif prüfen

Strom ist in Deutschland vergleichsweise teuer – umso mehr lohnt es sich, die Verbraucher im eigenen Haushalt zu kennen. Viele Einsparungen kosten nichts oder nur wenige Euro.

Wie viel Strom ist normal?

HaushaltsgrößeVerbrauch pro Jahr (Wohnung, ohne Warmwasser über Strom)
1 Personca. 1.300–1.600 kWh
2 Personenca. 2.000–2.500 kWh
3 Personenca. 2.600–3.200 kWh
4 Personenca. 3.000–3.800 kWh

Liegt Ihr Verbrauch deutlich darüber, lohnt sich die Suche nach Stromfressern besonders.

Schritt für Schritt

  1. Zählerstand regelmäßig ablesen

    Notieren Sie einen Monat lang wöchentlich den Zählerstand. So sehen Sie, ob Ihr Verbrauch im normalen Bereich liegt.

  2. Grundlast messen

    Lesen Sie nachts, wenn alles ausgeschaltet ist, den Zähler im Abstand einer Stunde ab. Der Verbrauch in dieser Stunde ist Ihre Grundlast; mal 8.760 ergibt den Jahresverbrauch dafür.

  3. Strommessgerät ausleihen

    Viele Verbraucherzentralen und Stadtbibliotheken verleihen Messgeräte kostenlos. Messen Sie damit Kühlschrank, Gefriertruhe, Fernseher und PC.

  4. Standby abschalten

    Schaltbare Steckdosenleisten für TV-Ecke und Schreibtisch trennen Geräte vollständig vom Netz.

  5. LED-Lampen einsetzen

    LEDs brauchen rund 80 % weniger Strom als Glühlampen und halten viele Jahre.

  6. Kühlschrank richtig einstellen

    7 °C im Kühlschrank und −18 °C im Gefrierfach reichen. Jedes Grad kälter erhöht den Verbrauch um etwa 6 %. Vereiste Gefrierfächer regelmäßig abtauen.

  7. Waschen mit niedrigeren Temperaturen

    Bei 30 oder 40 °C statt 60 °C sinkt der Stromverbrauch der Waschmaschine deutlich. Eco-Programme brauchen länger, sparen aber Energie.

  8. Tarif vergleichen

    Prüfen Sie einmal im Jahr, ob es günstigere Tarife gibt – besonders, wenn Sie in der Grundversorgung sind.

Was kostet ein Gerät im Jahr?

Leistung vom Typenschild ablesen oder mit dem Messgerät ermitteln und hier eintragen:

Stromkostenrechner für GeräteWas kostet ein Gerät im Betrieb?Zum Rechner →

Typische Stromfresser

  • Alte Kühl-Gefrier-Kombination (älter als 15 Jahre): oft 400–600 kWh pro Jahr – neue Geräte brauchen die Hälfte.
  • Elektrischer Durchlauferhitzer oder Boiler: bei einer Familie schnell 1.000–2.000 kWh pro Jahr.
  • Wäschetrockner ohne Wärmepumpe: rund doppelt so viel Strom wie ein Wärmepumpentrockner.
  • Standby von TV, Spielkonsole, Router und Co.: zusammen oft 50–150 € pro Jahr.
Duschkosten-RechnerWas kostet einmal Duschen?Zum Rechner →

Tarif prüfen

Wer noch in der Grundversorgung ist, zahlt oft deutlich mehr als nötig. Ein Wechsel ist online in wenigen Minuten erledigt, die Versorgung ist dabei immer gesichert. Achten Sie auf Preisgarantie, kurze Kündigungsfristen und darauf, dass Boni nicht den Großteil der Ersparnis ausmachen.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein neuer Kühlschrank?

Ist Ihr Gerät älter als 15 Jahre und verbraucht mehr als 400 kWh pro Jahr, amortisiert sich ein effizientes Neugerät oft in wenigen Jahren. Messen Sie den Verbrauch vorher.

Sparen Steckdosenleisten wirklich?

Ja, wenn Geräte im Standby merklich Strom ziehen. Ein Fernseher mit Soundbar und Konsole kann im Standby zusammen 10–20 W verbrauchen – das sind 30–60 € im Jahr.

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