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ETF-Sparplan für Einsteiger: So starten Sie Schritt für Schritt

Aktualisiert am 27.10.2026 3 Min. Lesezeit Von der WieHow – Home, Energy & Money Guides-Redaktion
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Kurz erklärt

Eröffnen Sie ein günstiges Depot, wählen Sie einen breit gestreuten Welt-ETF mit niedrigen Kosten und richten Sie einen monatlichen Sparplan ab etwa 25 € ein. Wichtig sind ein langer Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren, ein Notgroschen vorab und ein Freistellungsauftrag.

Inhalt
  1. Was ist ein ETF?
  2. Schritt für Schritt
  3. Steuern auf ETF-Erträge
  4. Was ein Sparplan bringen kann
  5. Weitere Bausteine der Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente wird für viele nicht reichen, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Ein ETF-Sparplan ist eine der einfachsten und günstigsten Möglichkeiten, privat vorzusorgen.

Was ist ein ETF?

Ein ETF (Exchange Traded Fund) bildet einen Index nach, etwa den MSCI World mit rund 1.400 Unternehmen aus Industrieländern oder den FTSE All-World, der zusätzlich Schwellenländer enthält. Statt auf einzelne Aktien zu setzen, sind Sie mit einem Kauf an Tausenden Unternehmen beteiligt. Die laufenden Kosten liegen oft bei nur 0,1–0,3 % pro Jahr.

Schritt für Schritt

  1. Notgroschen zuerst

    Halten Sie drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeldkonto bereit, bevor Sie investieren. So müssen Sie in einer Krise keine ETFs mit Verlust verkaufen.

  2. Depot eröffnen

    Online-Broker und Neobroker bieten Depots ohne Depotgebühr und Sparpläne oft ohne Ordergebühr. Achten Sie auf eine deutsche oder EU-Einlagensicherung und einen deutschen Steuerabzug.

  3. ETF auswählen

    Für den Einstieg reicht ein breit gestreuter Welt-ETF. Achten Sie auf niedrige laufende Kosten (TER), eine Fondsgröße von mehreren Hundert Millionen Euro und physische Replikation.

  4. Ausschüttend oder thesaurierend wählen

    Thesaurierende ETFs legen Erträge automatisch wieder an – praktisch für den Vermögensaufbau. Ausschüttende zahlen sie aus.

  5. Sparplan einrichten

    Legen Sie Betrag und Ausführungstag fest, idealerweise kurz nach Gehaltseingang. Schon 25–50 € im Monat sind ein guter Start.

  6. Freistellungsauftrag erteilen

    Damit bleiben Erträge bis 1.000 € pro Jahr steuerfrei.

  7. Dranbleiben

    Nicht bei Kursrückgängen verkaufen. Erhöhen Sie die Rate bei Gehaltserhöhungen und prüfen Sie das Depot nur ein- bis zweimal im Jahr.

Steuern auf ETF-Erträge

  • Erträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € (Paare 2.000 €) pro Jahr bleiben steuerfrei – erteilen Sie dafür einen Freistellungsauftrag.
  • Bei Aktien-ETFs sind 30 % der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung).
  • Bei thesaurierenden ETFs fällt jährlich eine Vorabpauschale an, die aber meist gering ist.

Was ein Sparplan bringen kann

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Kein Garantieversprechen: Aktienkurse schwanken stark, auch Verluste von 30 % und mehr kommen vor. Breit gestreute ETFs haben sich historisch über lange Zeiträume erholt, eine Garantie für die Zukunft gibt es aber nicht. Investieren Sie nur Geld, das Sie mindestens zehn Jahre nicht brauchen.

Weitere Bausteine der Altersvorsorge

Prüfen Sie auch die betriebliche Altersvorsorge: Bei Entgeltumwandlung muss der Arbeitgeber in vielen Fällen mindestens 15 % zuschießen. Die staatlich geförderte private Altersvorsorge wird derzeit reformiert – informieren Sie sich über den aktuellen Stand, bevor Sie neue Verträge abschließen.

Häufige Fragen

Ist ein ETF sicher?

ETFs sind Sondervermögen und bleiben bei einer Pleite der Fondsgesellschaft oder des Brokers geschützt. Das Kursrisiko der enthaltenen Aktien tragen Sie aber selbst.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Einstieg?

Den perfekten Zeitpunkt kennt niemand. Ein Sparplan investiert regelmäßig und glättet so Kursschwankungen über die Zeit.

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