Anleitung

Haushaltsbuch führen: Budget planen mit der 50-30-20-Regel

Aktualisiert am 27.10.2026 2 Min. Lesezeit Von der WieHow – Home, Energy & Money Guides-Redaktion
🇺🇸 Read this article in English
Kurz erklärt

Teilen Sie Ihr Nettoeinkommen grob auf: 50 % für Fixkosten und Notwendiges, 30 % für Freizeit und Wünsche, 20 % für Sparen und Schuldenabbau. Führen Sie ein bis zwei Monate ein Haushaltsbuch, um zu sehen, wo Sie wirklich stehen, und passen Sie dann einzelne Posten an.

Inhalt
  1. Die 50-30-20-Regel
  2. Schritt für Schritt
  3. Wenn die Fixkosten zu hoch sind
  4. Was aus 20 % werden kann

Ein Haushaltsbuch klingt altmodisch, ist aber eines der wirksamsten Werkzeuge für bessere Finanzen. Schon nach einem Monat sehen die meisten Menschen, wo „das Geld bleibt“ – und wo sich sparen lässt, ohne auf Lebensqualität zu verzichten.

Die 50-30-20-Regel

BereichAnteil am NettoeinkommenBeispiele
Notwendiges50 %Warmmiete, Strom, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität, Kreditraten
Wünsche30 %Restaurant, Hobbys, Urlaub, Streaming, Kleidung über den Bedarf hinaus
Sparen und Schulden20 %Notgroschen, Altersvorsorge, Sondertilgungen

Bei 2.800 € netto sind das etwa 1.400 € für Notwendiges, 840 € für Wünsche und 560 € fürs Sparen.

Schritt für Schritt

  1. Nettoeinkommen ermitteln

    Nehmen Sie den Betrag, der tatsächlich monatlich auf Ihrem Konto eingeht, inklusive Kindergeld. Bei schwankendem Einkommen rechnen Sie mit einem schwachen Monat.

  2. Fixkosten auflisten

    Miete, Nebenkosten, Strom, Versicherungen, Handy, Internet, Abos und Kreditraten. Jährliche Zahlungen (z. B. Kfz-Versicherung) durch 12 teilen.

  3. Haushaltsbuch führen

    Erfassen Sie einen bis zwei Monate lang alle Ausgaben – per App, Tabelle oder klassisch auf Papier. Viele Banking-Apps kategorisieren Umsätze automatisch.

  4. Mit der 50-30-20-Regel vergleichen

    Ordnen Sie jede Ausgabe einem der drei Bereiche zu und vergleichen Sie mit den Zielwerten.

  5. Sparen automatisieren

    Richten Sie einen Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang aufs Tagesgeld oder in einen Sparplan ein.

  6. Große Posten optimieren

    Vergleichen Sie Strom-, Gas-, Handy- und Versicherungstarife und kündigen Sie ungenutzte Abos.

  7. Monatlich überprüfen

    Nehmen Sie sich am Monatsende 15 Minuten Zeit und passen Sie das Budget für den nächsten Monat an.

Wenn die Fixkosten zu hoch sind

In teuren Städten frisst die Miete oft schon 40 % des Einkommens. Dann lohnt sich ein Blick auf die großen Posten: Versicherungen vergleichen, Strom- und Handytarife wechseln, Abos kündigen. Das bringt meist mehr als der Verzicht auf den Kaffee unterwegs.

Wie viel Miete kann ich mir leisten?Ihre maximale Warmmiete nach der Drittel-RegelZum Rechner →

Was aus 20 % werden kann

Zinseszinsrechner mit SparrateSo wächst Ihr Vermögen über die JahreZum Rechner →

Häufige Fragen

Welche App eignet sich als Haushaltsbuch?

Viele Banken bieten eine automatische Ausgabenanalyse. Wer Konten bei mehreren Banken hat, kann eine Finanz-App mit Kontenabruf nutzen – achten Sie dabei auf Datenschutz und seriöse Anbieter.

Sind 20 % Sparquote realistisch?

Nicht für jeden sofort. Starten Sie mit dem, was möglich ist, und erhöhen Sie die Quote bei jeder Gehaltserhöhung.

War dieser Artikel hilfreich?

Passende Ratgeber