Kfz-Versicherung: Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko?

Aktualisiert am 27.10.2026 3 Min. Lesezeit Von der WieHow – Home, Energy & Money Guides-Redaktion
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Kurz erklärt

Die Kfz-Haftpflicht ist Pflicht und sollte eine Deckungssumme von 100 Millionen € pauschal haben. Teilkasko lohnt sich für die meisten Autos, weil sie Diebstahl, Glasbruch, Wild und Unwetter abdeckt. Vollkasko ist bei neuen, finanzierten oder geleasten Autos sinnvoll – bei älteren Fahrzeugen mit geringem Restwert oft nicht.

Inhalt
  1. Die Bausteine im Überblick
  2. Haftpflicht: Auf die Deckungssumme achten
  3. Wann lohnt sich Vollkasko?
  4. So sparen Sie bei der Kfz-Versicherung
  5. Schadenfreiheitsklasse schützen

Jedes Auto in Deutschland muss haftpflichtversichert sein. Darüber hinaus können Sie zwischen Teilkasko und Vollkasko wählen. Welche Kombination passt, hängt vor allem vom Wert Ihres Autos ab.

Die Bausteine im Überblick

BausteinWas ist versichert?
Kfz-Haftpflicht (Pflicht)Schäden, die Sie anderen zufügen: Personen-, Sach- und Vermögensschäden
TeilkaskoSchäden am eigenen Auto durch Diebstahl, Brand, Glasbruch, Sturm, Hagel, Überschwemmung, Zusammenstoß mit Tieren, Kurzschluss
VollkaskoAlles aus der Teilkasko plus selbst verschuldete Unfälle und Vandalismus

Haftpflicht: Auf die Deckungssumme achten

Gesetzlich vorgeschrieben sind Mindestdeckungssummen, die bei schweren Unfällen mit Personenschäden schnell ausgeschöpft sein können. Empfohlen werden 100 Millionen € pauschal mit einer Begrenzung von 15 Millionen € je geschädigter Person. Der Aufpreis gegenüber dem Minimum ist meist gering.

Wann lohnt sich Vollkasko?

  • Bei Neuwagen und jungen Gebrauchtwagen bis etwa fünf bis acht Jahre.
  • Bei finanzierten oder geleasten Autos – hier verlangt der Geldgeber sie meist.
  • Wenn Sie einen Totalschaden finanziell nicht verkraften könnten.

Eine einfache Prüfung: Liegt der jährliche Mehrbeitrag für Vollkasko gegenüber Teilkasko bei mehr als 10–15 % des Fahrzeugwerts, lohnt sie sich selten.

So sparen Sie bei der Kfz-Versicherung

  1. Jährlich vergleichen: Die meisten Verträge laufen bis zum 31. Dezember und können mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden – Stichtag ist also meist der 30. November.
  2. Selbstbeteiligung wählen: 150 € in der Teilkasko und 300–500 € in der Vollkasko senken den Beitrag spürbar.
  3. Fahrerkreis begrenzen: Je weniger und je erfahrener die Fahrer, desto günstiger.
  4. Jahreskilometer realistisch angeben: Zu hoch kostet Geld, zu niedrig kann bei Kontrolle teuer werden.
  5. Jährlich statt monatlich zahlen: Viele Versicherer verlangen Aufschläge für Ratenzahlung.
  6. Werkstattbindung: Wer im Schadenfall die Partnerwerkstatt des Versicherers nutzt, zahlt oft 10–20 % weniger.
Sonderkündigungsrecht: Erhöht der Versicherer den Beitrag ohne Leistungsverbesserung, können Sie innerhalb eines Monats nach Erhalt der Mitteilung kündigen – auch außerhalb des Stichtags.

Schadenfreiheitsklasse schützen

Nach einem Schaden steigt der Beitrag durch die Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse. Bei kleinen Schäden kann es günstiger sein, selbst zu zahlen. Viele Versicherer bieten an, den Schaden innerhalb einer Frist zurückzukaufen. Einen Rabattschutz gibt es gegen Aufpreis.

Häufige Fragen

Ist der Schutzbrief sinnvoll?

Er hilft bei Pannen und Unfällen unterwegs. Wer bereits Mitglied in einem Automobilclub ist, braucht ihn meist nicht doppelt.

Zahlt die Teilkasko bei einem Marderbiss?

Marderbisse sind in vielen Teilkasko-Tarifen versichert, Folgeschäden aber nicht immer. Prüfen Sie die Bedingungen Ihres Tarifs.

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