Anleitung
Rücklagen für größere Anschaffungen bilden: So geht's
🇺🇸 Read this article in EnglishLegen Sie für jede größere, absehbare Ausgabe eine eigene Rücklage an. Teilen Sie den erwarteten Betrag durch die Monate bis zum Termin und überweisen Sie diesen Betrag per Dauerauftrag auf ein separates Tagesgeldkonto oder Unterkonto.
Viele vermeintliche Notfälle sind in Wahrheit planbar: die jährliche Kfz-Versicherung, neue Reifen, Weihnachtsgeschenke, die nächste Waschmaschine. Wer dafür vorsorgt, braucht keinen Dispo und schont den Notgroschen.
Schritt für Schritt
- Unregelmäßige Ausgaben sammeln
Gehen Sie die Kontoauszüge des letzten Jahres durch und notieren Sie alle Ausgaben, die nicht monatlich anfallen.
- Betrag und Termin schätzen
Legen Sie für jede Ausgabe einen realistischen Betrag und den Zeitpunkt fest.
- Monatsbetrag berechnen
Betrag geteilt durch die Monate bis zum Termin ergibt die monatliche Sparrate.
- Unterkonten anlegen
Viele Banken bieten Unterkonten oder „Spaces“ mit eigenem Namen. Das sorgt für Übersicht.
- Daueraufträge einrichten
Überweisen Sie die Beträge automatisch direkt nach Gehaltseingang.
- Bei Fälligkeit nutzen
Wenn die Ausgabe ansteht, zahlen Sie sie aus der passenden Rücklage – genau dafür ist sie da.
Typische Rücklagen
| Zweck | Beispiel | Monatlich |
|---|---|---|
| Kfz-Versicherung und Steuer | 720 € im Jahr | 60 € |
| Autoreparaturen, Reifen | 900 € im Jahr | 75 € |
| Haushaltsgeräte | Ersatz alle paar Jahre | 20–40 € |
| Urlaub | 1.800 € im Jahr | 150 € |
| Nächstes Auto | 12.000 € in 5 Jahren | 200 € |
Auf dem Tagesgeldkonto bringen die Rücklagen sogar Zinsen:
Zinseszinsrechner mit SparrateSo wächst Ihr Vermögen über die JahreZum Rechner →Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zum Notgroschen?
Der Notgroschen ist für Unvorhergesehenes wie Jobverlust. Rücklagen sind für vorhersehbare Ausgaben gedacht.
Wie viele Rücklagen sind sinnvoll?
Drei bis fünf für die größten unregelmäßigen Ausgaben reichen meist. Zu viele Töpfe werden unübersichtlich.